Der bei chmafu nocords erschienene Mitschnitt von MI: *error_05/ auto_face* kann bei stock11.de bestellt werden.
stock11.de chmafu nocords
marufura fufunjiru: hide a pretty nothing ”The most, the best we can do, wanting to give evidence of love, is to get out of the way, leave space around whomever or whatever it is. But there is no space.”, schreibt John Cage in seinem “Diary (You Will Only Make Matters Worse)”.
Die neuen technologien haben musik aus der zeit in den raum gebracht. Dies gibt komponisten und musikern die möglichkeit mit raum zu arbeiten, ihn gar zu erschaffen. Und so liebe und anarchie zu ermöglichen.
“hide a pretty nothing” ist ein modular aufgebautes stück, in dem verschiedene sound inputs durch matrizen auf verschiedene ?räume” gerootet werden. Es verbindet sprechmodule mit field recordings oder auch modulen von bereits existierender musik aus allen möglichen kulturen. Ein weltklang der auf verschiedene räume abgebildet wird.
Das modulsystem ermöglicht den austausch einzelner teile durch andere und so die erschaffung neuen raumes, neuer möglichkeiten.
Texte aus verschiedenen epochen zum thema anarchie, teils aufnahmen, teils live gelesen, vervollständigen das ganze, indem auch sie zeit-räume schaffen und sich in diesen zu neuen texten und neuen bedeutungen verdichten.
Die klangsprache des stückes bewegt sich, auch bei lauten stellen, immer an der grenze zur sprachlosigkeit, zur absoluten stille. Bis es sich dann am ende vorübergehend in rauschen auflöst und nur noch erinnerungen und möglichkeiten zurückbleiben.
Michael Pinter : reMI: *error_05/ auto_face* *error_05/ auto_face* handelt von Identifikation, Information und Desinformation, Zwischenspeichern, Lautsprechern, Mikrofonen und Computersystemen.
Die Interpreten agieren als Zwischenspeicher des eigenen transformierten Materials. Sie fragmentieren, erinnern, zerstückeln, kehren um, negieren und spielen Teile des Signals.
Herzstück ist das "auto-face", welches aus beliebigen Wörtern der Musiker Webseiten aus dem Internet ausliest und zusammen mit den Wörtern in Musik verwandelt. Diese "Microkompositionen" hören die Interpreten via Kopfhörer und reagieren darauf. Die Reaktion wird wieder in das "auto-face" eingeschleust und ergibt weitere Impulse für den Computer. Verarbeitet werden textuelle, akustische und visuellen Daten.
Die InterpretInnen agieren mitten in der Maschine, in dem sie auf die Maschine reagieren und den Output der Maschine verändern. Impulse als digitaler Verkehr, als Puls der InterpretInnen.
|